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   //Schauspielmusik zu Egmont

Beethovens "Neunte" im Probelauf

Funkelnde Sternstunde im Lambacher Langzeit-Konzertzyklus



Dirigent Gerald Mair
Solist Gerhard Hofer

Sprecher Franz Strasser

Tosender Applaus, Standing Ovations, Begeisterung pur! Das Publikum im ausverkauften Refektorium des Stiftes Lambach genoss am Sonntag, den 19. April eine Beethoven-Matinée der Extraklasse.

Selten gelangt die Schauspielmusik zu Egmont zur Aufführung. Goethes Text wurde durch die ausdrucksstarke Stimme von Franz Strasser atemberaubend lebendig. Das Orchester Klangvereinigung Wien unter dem dynamischen jungen Dirigenten Gerald Mair vervielfachte die Wirkung: geigenzart-klangvoll, paukenkräftig- raumfüllend, horntönend- klagend begleitete und erzählte die Musik das Leben und Sterben des Grafen Egmont, eines Opfers der politischen Wirren im 16. Jhdt.

Mit der Overture zum Festspiel "König Stephan" eröffnete das Orchester schwungvoll den 2. Teil des Konzertes. Die Chorphantasie - Beethovens "Probelauf" für die legendäre Neunte Symphonie - vereinte schließlich Klavier, Orchester, Gesangssolisten und den Chor zu einem vollendeten Klangerlebnis. Gerhard Hofer als Solist am Bösendorfer faszinierte durch sein elegantes, scheinbar müheloses, facettenreiches Spiel. Der Chor E Medico Cantus aus Linz mit den Solistinnen Ilia Vierlinger, Silke Redhammer und Isabell Czarnecki sowie den Solisten Markus Stumper, Rafael Hintersteiner und Christoph A. Schöffmann sang sich in die Ohren und Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer. Durch anhaltenden Applaus erbat sich das Publikum eine Wiederholung der "schmeichelnd holden" Melodien. Manch ein Besucher summte die Klänge beim Weggehen und auch die Musiker waren sichtlich gerührt von der Begeisterung im Saal an diesem wunderschönen Frühlingssonntag.

(Edith Kiniger," aus: Lambacher Nachrichten", Ausgabe Mai 2015)



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